Von Muito Bonito ging es mal wieder mit einem Nachtbus weiter… Obwohl ich jammere schlafe ich meistens relativ gut. Der Busfahrer tat was Busfahrer hier so tun… Gaspedal durchtreten. Also sind wir mal wieder ueber 1 h zu frueh in Iguassu angekommen. Da man schwerlich um 5:30 Zimmer in einem Hotel bekommt machten wir uns auf einen langen Tag gefasst… Aber Esteban kann hat mal wieder bewiesen, warum er Tourleader wurde. Er konnt uns mit seinem Augenaufschlag glatt Zimmer besorgen. So konnten wir noch knapp 2 Stunden schlafen bevor wir zum Wasserfall fuhren. Die brasilianische Seite stand auf dem Programm. Herrlich. Iguassu ist tatsaechlich eine Reise wert. Am naechsten Tag sind wir dann auf die argentinische Seite gefahren. Die war noch besser. Ich habe mindestens 100 Fotos die das beweisen. Es war ein wunderschoener Tag. Tja, eine neue Gruppen-lieblingsbeschaeftigung haben wir auch…. shoppen. Somit stand fest wie wir Tag 3 verbringen… Shopping in Paraguay. Wir fuehlen uns jetzt alle ausgeshoppt und muede… leider muessen wir aber mal wieder einen Nachtbus nehmen…. eine 22h Reise steht uns bevor.
Archive for March, 2009
Iguassu
Monday, March 30th, 2009Muito Bonito
Friday, March 27th, 2009Nach dem Dschungel ging es im Bus weiter nach Muito Bonito. Busfahren auf ungeteerten Strassen macht mir inzwischen ueberhaupt nichts mehr aus. Ok. diesen Bus mussten wir nach jedem Stopp anschieben, aber nach dem 3 Mal entschied sich dann der Busfahrer mit 100 Sachen ueber die nicht-existente Strasse zu donnern und somit war das anschieb Problem geloest. Wir haben ja alle 2 Haende und 2 Fuesse um uns irgendwie festzukrallen. Nachdem wir ganz im Muito Bonito angekommen sind haben wir zuerst die Gegend erkundet.
Gestern ging es dann in den Rio Prata zum schnorcheln. Da ich immernoch keine Bilder liefern kann, hier ein Link zu einer Website mit Bilder.
http://www.bonitoweb.com.br/riodaprata/galerias.php
Wir haben tatsaechlich soviele Fische gesehen. Wahnsinn. Auf dem Weg zum Fluss mussten wir durch den Dschungel gehen…und das im Taucheranzug… netter Anblick. Trotz unseres Aussehens haben wir ein Guerteltier sowie ein paar Affen gesehen. Ich glaube ein Affe hat bei meinem Anblick gegrinst… jae nu.
Heute geht es mit dem Nachtbus weiter nach Iguassu.
Pantanal
Friday, March 27th, 2009Wir haben total 3 Tage und 2 Naechte im Dschungel verbracht. Es war phantastisch. Gemaess unserem Guide gibt es im ganzen Gebiet ca 6 Mio. Alligatoren. Wir haben mindestens 5 Mio. gesehen. Teilweise kamen die ?Viecher doch sehr nahe an unserer Unterkunft. Gewohnt haben wir auf einer Farm mitten im Dschungel. Nachdem wir auch noch ein paar Schlagen gesehen haben, fand ich es beruhigend das wir in einem Schuppen in Haengematten schlafen konnten. Am naechsten Tag sind wir zuerst gewandert und dann durften wir auch noch ausreiten… ich bekam ein total willenloses Pferd. Stolperte ein Pferd vor mir, stolperte auch mein Pferd. Besonders lustig war es als ein Guide davongaloppierte… ich auf meinem willenlosen Teil hinterher….. toll. Als ich dann die Handbremse, einhaendig, bedient habe kam ich tatsaechlich zu einem Stopp. Ich habe die Zeit genutzt um einerseits locker in die Runde zu schauen und andererseits die zweite Hand von meiner Sonnenbrille zu befreien…. das gelang mir gerade noch rechzeitig…. dann kam naemlich eine Wespe. Mein Pferd mochte keine Wespen…. Wusste gar nicht das Pferde einen so runden Ruecken machen koennen…. Ehrlicherweise wurde es mir jetzt zu bunt. Ich machte mich fuer einen Absprung bereit. Bin schliesslich keine Rodeoreiterin. Allerdings waren da 5 Alligatoren ganz in der Naehe… ausserdem hatte uns der Guide gerade eben Jaguarspuren gezeigt. Also, bin ich wieder in die Steigbuegel gestiegen und habe mich entschieden auf dem Pferd zu bleiben. Die Gruppe war tief beeindruckt. Der Guide ebenso. Ich persoenlich etwas weniger. Immerhin durfte ich zur Farm zurueck galoppieren. Da ich jetzt beide Haende zum festhalten hatte, gelang mir das sogar ohne Abwurf…
Auf der Jeep-Safari am naechsten Tag, habe ich mich dann ganz ruhig und unauffaellig im hinteren Teil des Jeeps aufgehalten…..
Moskitos
Friday, March 27th, 2009Moskitos sind das Thema seit dem Incatrail. Jeder in der Gruppe, ausser mir, hat sich mit Moskitospray eingesprueht und…. hatte mind. 20 Stiche… ausser mir. Neid kam auf in der Gruppe. Ich konnte das klar mit Vegi und so erklaeren…. auch bei den naechsten Stopps wurden alle von Moskitos verfolgt…
. In Santa Cruz und in Pantanal (Dschungel) habe ich dann auch zum Spray gegriffen. Ich will ja schliesslich keine Krankheiten riskieren. Abends dann lange Hosen und T-Shirts mit langen Armen. Da laeuft die Englaenderin natuerlich noch locker im Spaghetti-Top rum… Aber ich ging auf Nummer sicher! Ergebnis? England total 30 Mueckenstiche verteilt auf 4 Personen. Schweiz 89 Stiche…. verteilt auf mich. Ihr koennt euch nicht vorstellen wie ich aussehe… die Leute bleiben auf der Strasse stehen um mich oeffentlich zu bemitleiden… Ich glaube mein Anti-Mueckenspray fliegt in den nachsten Abfallkuebel.
Todeszug
Wednesday, March 25th, 2009Der Zug nach Pantanal ist ein Nachtzug. Warum dieses Teil wirklich Todeszug heisst, enzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht liegt es am Horrorfilm welche der Schaffner locker einlegt. Tolle Sache wenn man nachher schlafen soll… jae nu. Dafuer gab es ein Sandwich (Fleisch).. auf meine Frage ob es wohl auch ein Vegi Sandwich geben wuerde, wurde mir ein Pouletsandwich offeriert. Gott-sei-dank habe ich fuer solche Notfaelle immer ein paar Guetsli und eine Tafel Schoggi in der Tasche. Nachdem ich wirklich ein paar Horrorfahrten im Bus hinter mir habe, konnte ich sogar schlafen. Geweckt wurde ich erst vom froehlichen Schaffner… der Gute war dieses Mal mit einem Schinkensandwich bewaffnet…
Angekommen sind wir nach nur 14h Zugfahren. Dank super Organisation wurde wir gleich am Bahnhof abgeholt und in den naechsten Bus verfrachtet. Nick waere eigentlich noch gerne auf die Toilette gegangen. Nachdem der Busfahrer Nick aber erklaerte das die Fahrt nur 4h dauert, konnte auch Nick von der Unnoetigkeit eines WC Besuches ueberzeugt werden.
Die Fahrt wurde allerdings einmal unterbrochen. Wir mussten naemlich ueber die Grenze nach Brasilen. Wow. Sowas habe ich noch nie erlebt. Zur Einreise braucht jeder und jede ein Migrationform. Um dieses Ding zu bekommen, mussten am in der Groessten Hitze schon mal eine Stunde anstehen. Mit dem Formular in der Hand ging es dann wieder nach Hinten in der Reihe. Sogar der Busfahrer dachte wir haetten uns abgesetzt als wir nach 1 1/2h noch nicht zurueck waren. Immerhin hat Nick die Zeit fuer einen WC Trip benutzt.
Santa Cruz
Wednesday, March 25th, 2009Nachdem wir fast den ganzen Tag in der Hotellobby verbracht haben und uns nach der Wetterlage und den Flugverspaetungen erkundigt haben, stand ploetzlich fest… wir muessen den Nachtbus nach Santa Cruz nehmen… 14h im Bus…. pfui. Nachdem der Flug nach La Paz gestrichen war, ging Esteban (der neue Tourguide) mit 2 Leuten aus der Gruppe zum Busbahnhof. Wir hatten 2 neue Mitreisende fuer 10 Tage welche am gleichen Tag wie wir weiterfliegen sollten… Kaum war Esteban weg, kam der erloesende Anruf… unser Flug wurde durchgefuehrt. Wir waren alle uebergluecklich. Nach nur 25 Minuten Flugzeit landeten wir in einer anderen Welt. Das Wetter in Santa Cruz, herrlich und 28 Grad warm. Endlich weg von der Hoehe und Waerme, es war wahnsinn.
Das Leben in Santa Cruz ist ein ganz anderes als in den Anden. Die Leute in Santa Cruz waren froehlich und sogar etwas uebergewichtig… das war mal was anderes. Wir genossen die 24h die wir nun in dieser Stadt verbringen konnten.
Sucre
Saturday, March 21st, 2009Die Fahrt Potosi – Sucre war eine der bequemsten Fahrten ueberhaupt. Einerseits waren die Strassen wirkliche Strassen und andererseits haben wir uns fuer Taxis entschieden. Die Fahrt im Taxi (3 Personen pro Fahrzeug) kostete etwa gleichviel wie die Busfahrt. Daher kamen wir recht entspannt und erholt in Sucre an. Sucre liegt auf 2800 Metern ueber Meer. Das heisst, wir haben die grossen Hoehen verlassen. Wir freuen uns alle, dass wir 3 Naechte im gleichen Hotel bleiben koennen. Die Packerei nervt naemlich ganz schoen. Es gibt Tage, da hat mein Zeugs locker im Rucksack platz… und dann gibt es die Tage wo ich mich auf meinen Rucksack setzen muss damit ich den Reissverschluss schliessen kann. Kuul.
In Sucre haben wir uns unserem normalen Touri-programm hingegeben. Museum, Kirche und Maerkte standen auf dem Programm. Es gibt hier allerding auch einen Aussichtspunkt mit einem wunderschoenen Cafe. Dort haben wir (Nick, Chriss, Blair und ich) den ersten Tag gemuetlich ausklingen lassen. Am 2. Tag wollten wir dann an einem Wasserfall picknicken und schwimmen. Die Receptionistin hat uns dann ueberredet das Picknick doch an einem der schoensten Fluesse ueberhaupt zu machen…. tja, der Fluss erinnerte mehr an eine Abfallhalde…. man kann eben nicht immer gewinnen.
Heute soll es nun weiter gehen nach Santa Cruz. Da wir aber einen langen Stromunterbruch und starke Regenfaelle hatten, verzoegert sich die ganze Weiterreise wohl um ein paar Stunden. Immerhin gibt mir das die Gelegenheit meinen Blog upzudaten… das ist ja auch nicht schlecht.
PS: Jap, die Englaender kennen gar nix… und so haben wir Nicks Geburtstag hier in Sucre nochmals gefeiert…die machen mich fertig, die Englaender…. heute gehe ich um 20:00 ins Bett!!! Sollte ich dann bereits in Santa Cruz angekommen sein…
Potosi
Thursday, March 19th, 2009Eigentlich haetten wir mit dem Taxi zum Busbahnof von Uyuni gebracht werden sollen. Aber das mit der puenktlichkeit ist so eine Sache in Bolivien… Na ja, schlussendlich hat uns dann der Bus beim Hotel abgeholt. Nach ein paar Minuten gab es keine Strasse im wirklichen Sinn mehr. Es war mehr eine Sandpiste mit diversen Schlagloechern. Einmal mehr wurden munter Reisekrankheitenpillen unter den Passagieren ausgetauscht. Ich habe langsam die Ruhe weg. Augen zu und durch. Die neu-Touris erkennt man an den entsetzten Ausrufen. Trotzdem waren wir alle einmal mehr froh, als wir heil in Potosi angekommen waren.
Da es Nicks Geburtstag waren, haben wir am Abend gefeiert… Puh. Englaender koennen echt endlos feiern…. Frueh am naechsten Morgen sind wir zu den Silberminen gefahren. Wir wurden mit Kleidern, Helm und Lampe ausgruestet und los gings. Ich kann kaum beschreiben unter welchen Bedingungen die Maenner in diesen Minen arbeiten. Noch immer gibt es jeden Monat 3 Todesfaelle und taeglich verletzen sich die Arbeiter. Schlimm. Es war wahnsinnig eng. Teilweise mussten wir klettern und fast auf allen 4 gehen. Die Mineure habe sich aber ueber unseren Besuch und unsere Mitbringsel (Cocablaetter, Guetsli und Dynamit) gefreut. Der Hoepunkt war dann, das wir an einer Sprengung teilnehmen konnten. Wir mussten relativ rasch den “Gang” runterrennen und uns hinter der naechsten Biegung ducken. Da sassen wir also im Dunkeln und haben auf den Knall gewartet…. der Knall kam und wir durften bald darauf die Minen verlassen. Wir waren alle Mega-froh das wir nicht unter solchen Bedingungen arbeiten muessen.
Uyuni/Salar de Uyuni
Thursday, March 19th, 2009Nach 10h Bus und Zugfahrt sind wir in Uyuni angekommen. Uyuni liegt am Rande der Salzwueste. Am naechsten Tag haben wir uns zu unserer 3 Tages-Wuestenexkursion aufgemacht. Es war super! Wir sind mit 2 4×4 Fahrzeugen aufgebrochen. Da wir total 9 Leute waren, musste ich wohl oder uebel hinten auf dem Notsitz Platz nehmen. Den ersten Tag haben wir in der Salzwueste verbracht. Wir haben ein paar gute Bilder geschossen. Werde die Bilder asap hochladen….Die erste Nacht haben wir in einem Salzhostel verbracht. Das Hotel wurde nach dem gleichen Muster wie die Icehotels gebaut… Muss sagen, trotz Massenlager haben wir gut geschlafen in unseren Salzbetten..
Am naechsten Morgen ging es dann weiter. Die Landschaft hat sich fast stuendlich veraendert, unser Entertainmentprogramm leider nicht. Wir hatten in unserem Auto naemlich ein einziges 80 Jahre Europop-Kassettli… und so haben wir zum immergleichen Sound herrliche Landschaften bewundert.
Am 3. Morgen sind wir ganz frueh aufgestanden und unser Fahrer hat zur Aufmunterung und gegen die Kaelte sogar ein neues Musikkassettli organisiert. So sind wir also um 4 Uhr morgens bei eisiger Kaelte und zum Sound von Modern Talking gegen den Sonnenaufgang gefahren. Nachdem wir ein paar Bilder geschossen hatten ging es weiter zu einer heissen Quelle. Wir mussten uns echt ueberwinden die Kleider auszuziehen… aber es hat sich gelohnt. Nachdem wir uns aufgwaermt hatten, hat das Fruehstueck doppelt so gut geschmeckt und wir haben auch gleich viel munterer Fotos geschossen.
Unser Fahrzeug war nicht in einem schlechten Zustand… trotzdem hatten wir 3 Mal Probleme mit dem Motor, 2 defekte Reifen… das war besonders lustig. Da wir nur einen Ersatzreifen hatten mussten wir warten bis ein anderes Auto uns seinen Ersatzreifen leihen wuerde. Da wir uns aber auf der Touristenroute befanden, mussten wir nur ca 1h auf ein anderes Fahrzeug warten. Notsitz-Kaethi hat die Zeit sinnvoll fuer ein paar Lockerungsuebungen genutzt.
Ich weiss nicht was das Beste/erstaunlichste an diesem Trip war, schwer zu sagen. Vielleicht die vielen Flamingos? Oder doch die wechselnden Landschaften mit Lagunen und Bergen? Vielleicht war es aber auch der Eisenbahnfriedhof den wir ganz am Schluss noch besucht haben.
La Paz
Thursday, March 19th, 2009Sorry, Fredi K. aber zu La Paz gibt es wirklich nicht soviel zu sagen…. Der Verkehr und die Luftqualitaet waren grauenhaft und da wir mal wieder nicht soviel Zeit hatten, haben wir uns ein paar Kirchen und Maerkte angeschaut. Mehr war echt nicht. Irgendwie hat die Stadt auf uns besonders laut gewirkt nachdem wir tagelang in der Pampa waren… In La Paz haben wir den Bus genommen und haben uns auf den Weg nach Uyuni gemacht.