Archive for March, 2010

Ausflug in die Berge

Monday, March 29th, 2010

 

Leider musste ich nach meinem Ausflug in die Welt des Weins am nächsten morgen früh raus. Der Bus sollte mich um 07:30 abholen. Vorher wollte ich unbedingt einen Kaffee trinken und etwas essen. Vorallem weil wir doch auf über 4000 Meter hoch fahren würden. Mein Bus kam dann um 08:20. Ich habe noch immer Probleme mit den Zeitangaben und stehe bereit wenn es heisst ich komme dich um 07:30 abholen.

Diesesmal sassen im Bus nur Argentinier. Somit war die Sprachwahl auch klar. Die Reiseleiterin nahm keine Rücksicht auf meine schwachen Spanischkentnisse. Ich nahm dafür keine Rücksicht als es um das obligatorische Trinkgeld ging.

Soviel wurde noch nie auf mich eingequatscht. Nachdem ich inzwischen ganz gut auf Standard Fragen antworten kann, wurde ich gleich zur Politik befragt. Da musste ich passen. Meine Mitreisenden liessen aber den ganzen Tag nicht locker. War sicher nicht schlecht für meinen Sprachschatz. Allerdings wollte ich ja wandern und Berge gucken und nicht Wörter büffeln.

Kaum hatten wir Mendoza hinter uns gelassen wurde einem klar das Mendoza eigentlich eine Wüste ist. Wir haben an diesem Tag den höchsten Berg Südamerikas gesehen den Aconcagua. Der Aconcagua ist 6959 Meter hoch. Das ist schon beeindruckend.  Weiter ging es zum Paso de la Cumbre. Die Piste auf den Grenzpass zwischen Chile und Argentinien ist nichts für Leute mit schwachen Nerven. Meine neugewonnen Freunde hielten alle ein Heiligenbild in der Hand und beteten. Netterweise wollten sie mir auch so ein Bildchen geben. Das musste ich ablehnen. Notfalls hätte ich Milkey Mouse aus dem Rucksack gezogen.

Beim Cristo Redentor durften wir aussteigen. Die Brise hat uns fast umgehauen. Ausserdem war es auf 4000 Metern auch ganz schön frisch.

Nachdem wir uns mit einem Mittagessen gestärkt hatten ging es weiter zur Puente del Inca.  Der Name lässt vermuten das die Incas diese Brücke gebaut haben. Die Brücke entstand aber durch Erosion und eine schwefelhaltige Quelle färbte das Ganze gelb. Bis 1953 gab es hier ein Thermalbad. Dieses wurde aber durch einen Erdrutsch zerstört. Wegen Einsturzgefahr darf man sich die Inkabrücke nur von einem Aussichtspunkt anschauen und nicht mehr begehen.

Mir hat die Landschaft wahnsinnig gut gefallen. Leider durften wir aber wegen der Höhe nicht wirklich viel rumlaufen und mussten immer in der Nähe des Vans bleiben. Vielleicht komme ich ja nochmals in die Gegend. Dann würde ich hier gerne wandern gehen und vielleicht sogar versuchen auf den Aconcagua zu klettern. Muss ja nicht gleich der Gipfel werden.

Dieses Bild

Monday, March 29th, 2010

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Mendoza

Monday, March 29th, 2010

Das mit dem Nachtbus ist so eine Sache. Einerseits ist es unglaublich praktisch am Abend in den Bus zu steigen und am nächsten Tag, zerknittert, am nächsten Ort anzukommen…Andererseits ist gegen ein richtiges Bett oder wenigstens eine Luftmatratze eben auch nichts einzuwenden.

Mein Bus hatte, netterweise, Verspätung. Das fand ich persönlich nicht gerade angenehm.Der Busbahnhof von La Rioja war ja Kakerlaken-verseucht.  Dann gab es einen Wolkenbruch und die Kakerlaken waren weg. Uff. Allerdings kam mein Bus noch etwas später, tja Pech.

Leider gab es nach Mendoza nur einen Bummelbus. Das heisst ab 06:00 morgens hielt der Bus alle 30 Minuten an. An Schlaf war nicht mehr zu denken. Schliesslich wollte ich meine Busstation auch nicht verpassen. Die Stationen werden nicht gerade deutlich angeschrieben und der Busbegleiter sieht es auch nicht als seine Aufgabe an einem zu sagen das dies jetzt die gewünschte Station sei.

Müde stieg ich schliessich in Mendoza aus um gleich vom eifrigen Hostal-Besitzer Mario abgefangen zu werden. Für Wiederstand war ich zu schlapp und liess mir von ihm sein Hostal zeigen. Da das Hostal schmutzig aber die Lage gut war, entschloss ich mich zu bleiben.  Mario hat mir gleich noch 2 Ausflüge verkauft. Wie gesagt, man hätte alles mit mir machen können.

Nach einer Dusche und einem Frühstück mit richtigem Kaffee ging es zur Stadtbesichtigung los. Mendoza ist relativ gross mit ca. 700’000 Einwohnern. Eine schöne, saubere und ruhige Stadt mit breiten Alleen. Da es in der Gegend relativ viele Erdbeben gibt, sind die Gebäude eher neu und modern.  Aus der Region Mendoza kommt ein Grossteil des argentinischen Weins. Darum dürfte wohl klar sein wie ich meinen Nachmittag verbracht habe…. Yep. Weingutbesichtigung. Da es inzwischen fast 40 Grad warm war und ich auch nicht wirklich geschlafen hatte, besorgte ich mir ein Sandwich und etwas zu trinken und habe mich erstmal in den Schatten gelegt.

Die Tour war dann super lustig… kann man sich wahrscheinlich gut vorstellen. Im Bus sassen schon ca. 15 Leute als ich einstieg. Der Reiseleiter, ein Mann von mindestens 80 Jahren, konnte sich nie merken wieviele Leute in den Bus rein müssen. Er hat uns dauernd gezählt und das Ergebnis mit seinen Unterlagen verglichen.  Zuerst besichtigten wir eine Olivenölproduktion. Öl degustieren. Die Belgier fanden das ein bisschen Unnötig. Ich war aber froh nochmals etwas Boden im Magen zu haben. Nachher ging es los. 2 Weingüter haben wir besichtigt. Die Wahl mit der englischsprechenden Gruppe auf Tour zu gehen hat sich als Richtig erwiesen. Die Jungs haben fröhlich losgebechert und die Stimmung in unserer Gruppe war ziemlich augeräumt. Zum Schluss haben wir eine Schokolade und Likörproduktion besucht. Ehrlicherweise hätte mein Magen das nicht mehr gebraucht…. aber ich habe mir die Liköre und auch die Schoggi fröhlich in den Kopf gehauen.

Da ich für den nächsten Tag einen Ausflug in die Berge geplant hatte, wurde es leider kein langer Abend. Wäre aber sicher noch viel lustiger geworden.

Parque Provincial Talampaya

Monday, March 22nd, 2010

 

Talampaya bedeutet auf Quechua “trockenes Tal des Tala”. Trocken und heiss war es dann auch hier. Am Parkeingang wurde das Auto abgestellt und man musste sich einer offizellen Führung anschliessen. Diese Führung war eine Bustour. Fand das in Ordnung. Immerhin war es 40 Grad warm. Busfahren mit gelegentlichem Aussteigen und sich erklärungen anhören fand ich Gut. Natürlich musste ich auf meinen Bus warten. Man empfahl mir den Besuch des Souvenirshops sowie des Restaurants. Mhm.  Da ich auch bei den tollsten Souvenirs standhaft bleibe und nichts kaufe, habe ich mir dann wenigstens 2 Liter Wasser geleistet und diese auch gleich getrunken.

Als der Bus ankam stiegen 8 Personen aus. Ich frohlockte. Diesesmal war ich wenigstens nicht alleine. Da kam auch schon der Führer mit Computerausdruck in der Hand. Er fragte mich nach meinem Namen und meinem Voucher. Als alles in Ordung war, durfte ich in den Bus. Beim Einsteigen blickte ich kurz auf den Ausdruck. Da stand nur ein Name drauf. Toll. Einen Minibus für mich alleine. Na ja, da war neben dem Fahrer auch noch der Touriführer.  Der arme Mann gab sich wirklich Mühe.  Wir sahen aber auch einiges. Pumaspuren zum Beispiel. Einige Tiere die ich noch die gesehen habe… leider kenne ich den Namen der Tiere auch nicht. Sie sahen ein bisschen aus wie Kaninchen. Fotos habe ich keine :-) .

Beeindruckend waren die Felszeichnungen und die vom Regen und Wind geschaffenen Felstürme.  Kein Wunder wurde Talampaya im Jahre 2000 als UNESCO World Heritage aufgenommen. Der Ausflug hat sich gelohnt. Hach ja. Als wir zum Touri-Zentrum zurück kamen, standen da sicher 20 Leute rum die auf den nächsten Bus warteten…

Die Rückfahrt haben Santiago und ich wieder schweigend verbracht. Ich war hundemüde als wir wieder in La Rioja ankamen. Alles was ich jetzt wollte waren eine Dusche und saubere Kleider. Natürlich bekam ich nichts davon. Es gab ein Glace und dann hiess es weiter. Intelligenterweise hatte ich mir schon wieder einen Nachtbus gebucht.

Valle de la Luna

Monday, March 22nd, 2010

Ich war froh, dass ich für meinen 2. Tag in La Rioja einen Ausflug in die Nationalparks gebucht hatte. Freute mich auch auf andere Traveler.

Abgeholt wurde ich für meinen Ausflug um 07:00 morgens von einem Fahrer. Er kam in seinem Privatwagen. Das hat mich um 07:00 morgens nicht gross irritert. Um diese Zeit  hinterfrage ich fast nie etwas. Ich dachte wir würden die weiteren Teilnehmer später treffen und dann auch das Auto wechseln. Als wir auf die Autobahn einbogen, fragte ich den Mann dann doch mal wieviele Leute ausser mir an diesem Ausflug noch teilnehmen. Santiago knurrte mir eine Antwort entgegen. OK, ich hatte verstanden. Der Ausflug fand wegen mir statt. Ich überlegte mir noch kurz ob ich ihn fragen soll ob er allenfalls englisch sprach, unterliess diese Frage wegen seiner Laune.

Die Fahrt war aber eigentlich recht angenehm. Im Park angekommen wurden wir in eine Wagen-Karawane, von 3 Autos, eingereiht. Endlich Touris.

Auf der Fahrt kamen wir an fantastischen Steinskulpturen vorbei welche durch Erosion geschaffen wurden. Irgendwie erinnerte mich der Park teilweise an den Bryce Canyon und zwischdurch sah es wirklich ein bisschen so aus wie man sich eben eine Mondlandschaft vorstellt.  Im Valle de la Luna wurden die ältesten Saurierskelette der Welt gefunden.

Aegypten?

Monday, March 22nd, 2010

Nein. Das ist eine Gesteinsformation aus dem Valle de la Luna

La Rioja

Thursday, March 18th, 2010

Von Cordoba ging es weiter nach La Rioja. Allerdings nicht mit dem Nachtbus. Schliesslich sehe ich die Landschaft auch mal gerne. Die Sitzplatzverteilung ist immer ein bisschen Glücksache wenn man spät bucht. Doch diesesmal schien ich Glück zu haben.  Immerhin war mein Sitzplatz nicht direkt unter den Lautsprechern. In Bussen haben sie meistens 2 Arten von Unterhaltung. Musik. Das kann alles heissen von den grössten 80er Jahren Discohits bis zur Volksmusik. Die 2. Option heisst Film. Grundsätzlich scheinen aber nur Action oder Horrorfilme gezeigt zu werden. Kann nur sagen es ist nicht so toll unter den Lautsprecherboxen zu sitzen.

Leider war ich schon wieder vom Pech verfolgt. Die Lüftung über mir war defekt. Sie kannte gerade mal eine Stufe. Orkan. So platt waren meine Haare noch überhaupt nie. OK, draussen waren knapp 40 Grad und ich sass in meiner Winterjacke und Halstuch da… aber hey, immerhin nicht direkt unter dem Lautsprecher.

Als wir in La Rioja aus dem Bus ausstiegen, stand unser Gepäck schon draussen. Neben dem Gepäck und uns bevölkerten sicher noch ein paar tausend Kakerlaken den Busbahnhof. Mein Rucksack stand mitten in den Kakerlaken… Ich ging hin und hob den Rucksack hoch. Leider habe ich die Rechnung ohne den Kofferträger gemacht. Ohne Trinkgeld wollte er meinen Rucksack nicht rausrücken. Also Geld gegen Rucksack.

La Rioja war dann eher eine Enttäuschung. Ich würde La Rioja als grösseres Dorf bezeichnen. Da es aber gemäss Reiseführer der Ausgangspunkt zu 2 Nationalparks ist, nahm ich die Stadtbesichtigung unter die Füsse. Neben der obligatorischen Plaza de Mayo gab es nicht wahnsinnig viel zu sehen. Da es aber heiss war und ich endlich etwas Zeit hatte, habe ich diese für eine Siesta genutzt. Auch nicht schlecht.

Übrigens

Tuesday, March 16th, 2010

Sehen die Jugendlichen hier genau so aus wie bei uns. Hosen an den Knien, Ghettoblaster (oder wie man die Dinger halt jetzt nennt) auf Laut…. und auch sonst einen auf cool machen. Dazu trinken sie Mate. Das wirkt irgendwie komisch und man fragt sich unweigerlich was die Gang wohl anstellt wenn sie erst mal 2 Liter Tee intus hat.

Endlich

Sunday, March 14th, 2010

Jetzt bin ich bald 4 Wochen unterwegs. Endlich, endlich sehe ich den ersten Stand mit den beliebten Wollsachen. Dachte schon alle Wollsachen seien in Peru und Bolivien unterwegs. Gott-sei-Dank haben aber ein paar gewiefte Händler den Weg nach Argentinien gefunden.

Das Selbstporträt

Sunday, March 14th, 2010

Jeder einigermassen geübte Traveler braucht keine Hilfe wenn es um ein Foto von sich selber geht. Zugegeben, anfangs hatte ich noch ein bisschen Mühe. Aber jetzt klappt’s langsam auch mit dem Selbstporträt.