Leider musste ich nach meinem Ausflug in die Welt des Weins am nächsten morgen früh raus. Der Bus sollte mich um 07:30 abholen. Vorher wollte ich unbedingt einen Kaffee trinken und etwas essen. Vorallem weil wir doch auf über 4000 Meter hoch fahren würden. Mein Bus kam dann um 08:20. Ich habe noch immer Probleme mit den Zeitangaben und stehe bereit wenn es heisst ich komme dich um 07:30 abholen.
Diesesmal sassen im Bus nur Argentinier. Somit war die Sprachwahl auch klar. Die Reiseleiterin nahm keine Rücksicht auf meine schwachen Spanischkentnisse. Ich nahm dafür keine Rücksicht als es um das obligatorische Trinkgeld ging.
Soviel wurde noch nie auf mich eingequatscht. Nachdem ich inzwischen ganz gut auf Standard Fragen antworten kann, wurde ich gleich zur Politik befragt. Da musste ich passen. Meine Mitreisenden liessen aber den ganzen Tag nicht locker. War sicher nicht schlecht für meinen Sprachschatz. Allerdings wollte ich ja wandern und Berge gucken und nicht Wörter büffeln.
Kaum hatten wir Mendoza hinter uns gelassen wurde einem klar das Mendoza eigentlich eine Wüste ist. Wir haben an diesem Tag den höchsten Berg Südamerikas gesehen den Aconcagua. Der Aconcagua ist 6959 Meter hoch. Das ist schon beeindruckend. Weiter ging es zum Paso de la Cumbre. Die Piste auf den Grenzpass zwischen Chile und Argentinien ist nichts für Leute mit schwachen Nerven. Meine neugewonnen Freunde hielten alle ein Heiligenbild in der Hand und beteten. Netterweise wollten sie mir auch so ein Bildchen geben. Das musste ich ablehnen. Notfalls hätte ich Milkey Mouse aus dem Rucksack gezogen.
Beim Cristo Redentor durften wir aussteigen. Die Brise hat uns fast umgehauen. Ausserdem war es auf 4000 Metern auch ganz schön frisch.
Nachdem wir uns mit einem Mittagessen gestärkt hatten ging es weiter zur Puente del Inca. Der Name lässt vermuten das die Incas diese Brücke gebaut haben. Die Brücke entstand aber durch Erosion und eine schwefelhaltige Quelle färbte das Ganze gelb. Bis 1953 gab es hier ein Thermalbad. Dieses wurde aber durch einen Erdrutsch zerstört. Wegen Einsturzgefahr darf man sich die Inkabrücke nur von einem Aussichtspunkt anschauen und nicht mehr begehen.
Mir hat die Landschaft wahnsinnig gut gefallen. Leider durften wir aber wegen der Höhe nicht wirklich viel rumlaufen und mussten immer in der Nähe des Vans bleiben. Vielleicht komme ich ja nochmals in die Gegend. Dann würde ich hier gerne wandern gehen und vielleicht sogar versuchen auf den Aconcagua zu klettern. Muss ja nicht gleich der Gipfel werden.












Oh ich beneide dich sooooo! Unser eins sitzt in Gläsche im Glasbau und du erlebst so faszinierende Landschaften und Geschichten. Da möchte man am liebsten sagen: Beam me up, Kathrin