Der Flughafen von Santiago

Nachdem ich mich nach verschiedenen Möglichkeiten für meine Weiterreise erkundigt habe und die Pläne auf der Plaza de Armas eingehend studiert habe, entschied ich mich schweren Herzens für die Heimreise.

Gemäss Website funktioniert auf dem Flughafen alles wie immer und man merkt vom Erdbeben überhaupt nichts mehr. Als ich im Hotel nachfragte wieviele Stunden man vor Abflug am Flughafen sein soll, rollte der Rezeptionist nur die Augen. Er schlug dann mal 4h vor. Das erschien mir dann doch etwas viel. Ich gab ihm die Abflugszeit meiner Maschine dann mal falsch an. Somit sollte ich etwa 3h vor Abflug am Flughafen sein. Reichlich Zeit wie ich fand. Was mich dann am Flughafen erwartete überraschte mich aber doch. Es gab jede Menge Partyzelte. Die Zelte dienten als Wartehallen. Vorallem für die Nationalen Flüge. Ich ging durch das Internationale Zelt hindurch. In den Zelten gab es neben Stühlen auch Imbiss-Ecken und Souvenirs zu kaufen. Irgendwie kam bei mir ein bisschen Jahrmarkt Stimmung auf.  Vorallem als ich die Reihen mit den Toi-Toi WC’s sah.

Einchecken konnte ich im Flughafen Gebäude. Da war alles total improvisiert. Eine Gepäckwaage gab es nicht. Das Gepäck wurde einem Mann ausgehändigt und der schleppte meinen Rucksack dann auch gleich weg.  Für die Zollkontrolle musste ich die Treppe hoch. Da habe ich fast einen Lachanfall bekommen. Die Beamten sassen nämlich an kleinen Tischen irgendwo im Raum. Als ich nach der Kontrolle etwas ratlos stehen blieb erklärte mir der Beamte fröhlich das ich mich zwischen den Tischen in den anderen Raumteil begeben soll. Handgepäck Kontrolle gab es. So eine Art. Mein Laptop wollte keiner sehen und als ich meine Jacke ausziehen wollte wurde ich auch angeschnauzt… weitergehen.  Das Flughafenpersonal trug teilweise Helme. Ob das mit den fehlenden Deckenplatten zu tun hatte oder ob die immer Helme tragen weiss ich nicht.

Da die meisten Fingerdocks beschädigt waren, mussten wir mit dem Bus zum Flugzeug gebracht werden. Obwohl alles chaotisch wirkte, klappte es doch ausgezeichnet. Erstaunlich.

Über den Flug und die Zwischenlandung gibt es nicht so viel zu sagen. Wie immer war ich in Kloten gespannt ob ich und mein Gepäck es gleichzeitig an den gleichen Ort geschafft haben.  Nachdem ich fast alle Leute ihr Gepäck hatten und ich mir schon überlegte ob ich wirklich wichtige Dinge im Rucksack habe, kam mein Rucksack auch an. Irgendwie habe ich ein bisschen am Gepäck-Träger in Santiago gezweifelt…

One Response to “Der Flughafen von Santiago”

  1. Scandinavian lady says:

    Schön, bist du wieder gut zurückgekehrt :-) Und wenn du mal Lust auf einen Kaffee und plaudern hast, du weisst ja wie du mich erreichst. Nun geniess erst mal den Frühling…..

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